Was ist Manuka-Honig?

Was ist Manuka-Honig?

Erfahre mehr über den Wunderhonig aus Neuseeland und Australien

Eine Biene auf Manuka-Blüten

Manuka-Honig stammt aus dem Nektar der Manuka-Bäume. Bienen sammeln den Nektar dieser in Neuseeland und Südost-Australien wachsenden Bäume und stellen einen ganz besonderen Honig her. Die Farbe des Honigs ist dunkel cremefarben bis dunkelbraun.

Der Honig hat einen kräftigen Geschmack. Experten beschreiben seinen Geschmack als „erdig, ölig, krautig“ und „blumig, reich und komplex“.

 

Manuka-Honig: Was ist so besonders an dem heilenden Honig?

 

Gesundheitsvorteile von Honig im Allgemeinen

Honig verfügt über natürliche, antibakteriellen Eigenschaften. Aus diesem Grund wird er seit der Antike zur Behandlung verschiedener Erkrankungen angewandt.
Honig schützt vor Schädigungen durch Bakterien. Außerdem fördern einige Honigsorten die Produktion spezieller Zellen, die durch eine Infektion beschädigtes Gewebe reparieren können. Honig hat auch eine entzündungshemmende Wirkung, die Schmerzen und Entzündungen schnell lindern kann.
Aber Honig ist nicht gleich Honig. Die antibakterielle Eigenschaft des Honigs hängt von der Honigsorte ab und davon, wann und wie er geerntet wird. Einige Arten können 100 Mal stärker sein als andere.

Wenn du mehr über Honig und seine allgemeinen heilenden Eigenschaften erfahren möchtest, schau in unseren Artikel über Honig rein: Gesundheitsvorteile von Honig

 

Besondere gesundheitliche Vorteile von Manuka-Honig

1991 zeigte eine neuseeländische Studie vielversprechende Ergebnisse im Zusammenhang mit der antibakteriellen Wirkung.

Wasserstoffperoxid verleiht dem meisten Honig seine antibiotische Qualität.

Als die Forscher Wasserstoffperoxid aus verschiedenen Honigen entfernt hatten, trat Manuka-Honig als etwas Besonderes hervor. Er war der einzige Honig, der seine Eigenschaft zur Abtötung von Bakterien beibehielt!
Manuka-Honig verfügt nämlich über zusätzliche Inhaltsstoffe mit antibakteriellen Eigenschaften.

Die wichtigste antibakterielle Komponente in Manuka-Honig ist Methylglyoxal (MG). MG ist eine Verbindung, die in den meisten Honigsorten gefunden wird, jedoch normalerweise nur in kleinen Mengen.

 

Wie funktioniert die Bewertung von Manuka-Honig?

In Manuka-Honig stammt MG aus der Umwandlung einer anderen Verbindung, Dihydroxyaceton, die in hoher Konzentration im Nektar der Manuka-Blüten vorkommt.
Je höher die Konzentration von MG, desto stärker ist die antibiotische Wirkung.
Honigproduzenten haben eine Skala zur Bewertung der Potenz von Manuka-Honig. Die Bewertung wird UMF genannt, was für Unique Manuka Factor steht.

Bewertungsskala für die antibakterielle Komponente im Manuka-Honig - Methylglyoxal (MG).

Das UMF-Rating spiegelt die Konzentration von MG wider. Um als potent genug zu gelten, um therapeutisch wirksam zu sein, ist eine Mindestbewertung von 10 UMF erforderlich. Honig mit einer solchen Konzentration oder darüber wird als „UMF-Manuka-Honig“ oder „aktiver Manuka-Honig“ vermarktet.

 

Verwendung von Manuka-Honig in der Chirurgie

In unseren Zeiten wird die Resistenz für Antibiotika immer mehr zum Problem, gerade in der Chirurgie. Deshalb suchen Forscher nach neuen Alternativen für die Vermeidung von Infektionen.
Eine Lösung für die Antibiotikaresistenz könnte Manuka-Honig sein.

Eine neue Studie aus dem Jahr 2019 lieferte hierzu neue Ansätze: Die Studie hob die potenziellen Vorteile der Infusion von medizinischen Implantaten mit Honig hervor.
Das internationale Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren zeigte, dass die Schichtung kleinster Mengen von Manuka-Honig zwischen Schichten von chirurgischen Geweben als natürliches Antibiotikum wirkt.

Diese Methode führte zu einem geminderten Infektionsrisiko nach einer Operation.

Manuka-Honig zur Vorbeugung von Infektionen nach einer Operation

Normalerweise werden chirurgische Netze verwendet, um die Weichgewebeheilung im Körper nach der Operation zu fördern.  Das Problem bei chirurgischen Netzen ist jedoch, dass sie ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen. Bakterien können sich im Körperinneren festsetzen und bilden einen Biofilm auf der Oberfläche des Netzes.
Haut- und Weichgewebeinfektionen sind die häufigsten, bakteriellen Infektionen. Diese Infektionen führen zu bis zu 10 % aller Krankenhauseinweisungen – ein erheblicher Anteil davon sind Sekundärinfektionen nach Operationen.

Gegenwärtig wird jede Infektion mit Antibiotika behandelt. Das Auftreten von Antibiotikaresistenzen erfordert jedoch die Suche nach Alternativen.
Dr. Piergiorgio Gentile, Hauptautor und biomedizinischer Ingenieur an der Universität Newcastle, sagt:
„Wenn man den Honig mehrschichtig auf die Netzoberfläche aufträgt und ihn langsam freisetzt, wird Wachstum der Bakterien gehemmt und die Infektion gestoppt, bevor sie überhaupt beginnt.“
Diese Ergebnisse sind wirklich sehr beeindruckend. Eigentlich wird Honig schon seit Tausenden von Jahren zur Behandlung von infizierten Wunden verwendet. Diese Studie zeigte jedoch zum ersten Mal, dass Honig auch die Infektion von Zellen im Körperinneren wirksam bekämpft.

 

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